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Der Wasserstein


Das Schärfwerkzeug

 

Englische Bezeichnung Bench Stones
Charakteristik Trägermaterial mit Schleifmitteln aus Siliziumkarbid oder Korund
Verwendung kaltes, funkenfreies Schleifen, Schärfen und Abziehen von Stählen mit planer Schneide

Wassersteine (zwischen 15 € bis 250 € pro Stück) sind - so weit ich das in den einschlägigen Webseiten, Foren, Literatur und anderen Medien gelesen habe - besonders bei Vollprofis sehr beliebt.

Das mag unter anderem daran liegen, dass der rotierende Schleifstein einer Schleifmaschine eine Schneide zwangläufig hohl schleift, während das Schleifen mit Wassersteinen eine plane Schneidenfläche erzeugt und zwischen diesen beiden Schleifarten ein Philosophiestreit herrscht.

Ich persönlich kann mit diesem Streit wenig anfangen. Eine plane Schneide bietet einen höheren Schneidwiderstand und bricht eher selten aus; eine hohl geschliffene Schneide bricht eher aus, bietet aber einen geringeren Schneidwiderstand. Arbeitsvorbereitung, Schärfen, Reinigen und Abrichten beim Arbeiten mit Wassersteinen scheinen mir persönlich ein bisschen zeitaufwendiger als der Betrieb der Maschine und vier ordentliche Banksteine unterschiedlicher Körnung plus Schleifhilfe liegen preislich mit der kleinen Nassschleifmaschine T-3 von Tormek auf einem Niveau und können deutlich darüber hinaus gehen.

Je härter und grobkörniger der Stahl des Eisens ist, desto eher sind (wegen der proportional steigenden Gefahr des Ausbrechens) Wassersteine zu empfehlen, je weicher ...

Für mich ist "Wasserstein oder Maschine" daher eher eine Geschmacksfrage, wenn man nicht gerade an der "Hobelmeisterschaft" (ohne Link) teilnimmt und unterstellt, dass man mit Wassersteinen eine Schneide grundsätzlich schärfer bekommt, als mit einer Maschine.

All denjenigen, die Wassersteine verwenden, empfehle ich für Eisenbreiten bis 66 mm bei einer Mindestlänge ca. 47 mm die "ultimative Schleifhilfe" von Gerd Fritsche oder eine Schleifhilfe von Richard Kell. Andere Schleifhilfen kann ich nicht beurteilen.

Wasserstein