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Die Hobelbank


Die Werkbank

 

Englische Bezeichnung  
Charakteristik  
Verwendung  

Zu meiner Hobelbank von manufactum (ca. 400 €) muss ich ein paar erläuternde Worte loswerden: Meine Frau und ich leben in einem 100 Jahre alten Haus mit viele Eiche, Messing und Marmor und manche unserer Mitbewohner leben in diesem Haus schon seit mehr als 50 Jahren. Ein solches Haus hat einerseits viel Charme (insbesondere wenn man die Wohnungssituation in München kennt), andererseits bringt sein Alter auch einige Nachteile mit sich.

In manchen Zimmern und besonders im Bereich der Wohnungseingänge sind die üblichen Wohngeräusche unserer Nachbarn deutlich zu hören (ohne dass das dramatisch wäre, zum einen, weil ältere Herrschaften weniger heavy metall hören und zum anderen, weil sie uns ein wenig ans Herz gewachsen sind). Wahrscheinlich hören uns unsere Nachbarn dementsprechend (wenngleich auch wir kein heavy metall hören) und ich hoffe, dass sie es - gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz - nicht doch als dramatisch empfinden.

Ich denke, dass die Ursache darin liegt, dass sich die Deckenbalken im Laufe der Jahrzehnte durchgebogen haben. Dadurch hat sich wahrscheinlich die Unterkonstruktion vom Parkett gelöst und da die Paneele nun nicht mehr dicht gegeneinander abschließen sondern Lücken entstanden sind, werden Geräusche weniger gedämpft und durch die lose aneinander reibenden Paneele entstehen Trittgeräusche.

Undenkbar hier eine Maschine anzuwerfen oder grobe Arbeiten auf einer schweren Hobelbank auszuführen! Damit ich erst gar nicht in Versuchung komme, habe ich mir diese Mini-Hobelbank zugelegt. Sie hat eigentlich alles, was eine Hobelbank so braucht und trägt meiner Philosophie "nichts größer als 1 Meter" Rechnung. Wenn's wirklich mal eng wird, bin ich in 20 Minuten in der Kurswerkstatt und kann auch eine 2,4 Meter lange und wahrscheinlich 300 kg schwere Hobelbank mit Vorder- und Hinterzange verwenden.

Die 400 € für die Hobelbank sind natürlich ein stolzer Preis und wahrscheinlich wäre ich im Selbstbau mit einer "Veritas Twin-Screw Vise" bei einer noch besseren Lösung gelandet, aber was soll's ... Für alle, die ihren Nachbarn nicht das Leben oder dessen Abend "versauen" wollen, ist diese Größe jedenfalls empfehlenswert. Im übrigen hatte ich mal die Idee, mir für andere Lebensumstände eine zweite solche Hobelbank dazu zu kaufen und beide über zwei Stahlrohre zu verbinden. Die Distanz ließe sich dann mit Holzplatten oder einer Schärfstation oder was auch immer "auffüllen" und durch Drehen um 90° könnte man aus einer Vorderzange ziemlich leicht eine Hinterzange machen ... Diese Idee dürfte zwar mein Copyright tragen, aber wer immer sie verwenden will, dem sei es gerne gestattet.